7. Juli 2026

Von der Endzeitstimmung zum Neubeginn: Abiturzeugnisübergabe in Parchim

Ob die vier „apokalyptischen Reiter“ von Dürer oder Dantes „Inferno“ aus seinem Werk „Die Göttliche Komödie“ – Vorstellungen, wie die Welt am Rande des Abgrunds aussieht, gab es schon vor einigen Jahrhunderten.

Ihre ganz eigenen Vorstellungen davon, wie sich endzeitliche Stimmung verbreitet, entwickelten die aktuellen Abiturienten des Friedrich-Franz-Gymnasiums, als sie im August 2020 zum ersten Mal die neue Schule an der Ziegendorfer Chaussee betraten – es war zur Zeit der Corona-Pandemie. Masken, Abstandsempfehlungen, Messung der Luftqualität, Unterricht via Videokonferenz – ein klassischer Schulbesuch sah anders aus. Vielleicht vor diesem Erfahrungshintergrund gaben sich die Abiturienten das Motto: „Abikalypse – die letzten Überlebenden“. Sie haben sich auf die schulische Herausforderung – das Abitur – vorbereitet, zusammengearbeitet und es letztlich gemeistert, wie die Schulleiterin Franciska Hagen in ihrer Rede betont. Trotz des Schattens der Pandemie gab es auch einige Lichtblicke im Schulalltag: Sie erinnerte an die Erlebnisse wie den Besuch im Kletterpark in Schwerin, den Ausflug zum Dialog im Dunklen in Hamburg oder die Studienfahrt nach Prag, welche der Schülerschaft ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

Die Schülervertreter Christopher Zwerschke und Fiona Nörenberg knüpften hieran an und hielten stellvertretend für ihren Jahrgang die Abschlussrede. Sie betonten den positiven Effekt von geschlossenen Freundschaften während der Schulzeit und schmunzelten über den gelegentlich leichtfertigen Umgang mit ChatGPT zur Erledigung von Schularbeiten. Ein besonderer Dank galt den eigenen Familien sowie den Tutoren Ines Opitz und Norman Güttler.

Im Spannungsfeld zwischen schulischen Anforderungen und Freizeitgestaltung bewährte sich besonders Helene Klix. Sie wurde nicht nur als Jahrgangsbeste ausgezeichnet, sondern erhielt zudem noch eine Ehrung für das beste Geschichtsabitur. Eine gesunde Portion Ehrgeiz und ein Quäntchen Fleiß verriet sie auf Nachfrage, sei Teil ihres Erfolgsrezeptes. Nach ihrem Schulabschluss verschlägt es die frisch gebackene Abiturientin wahrscheinlich nach Berlin, um Politik und Wirtschaft zu studieren.

Eine weitere Auszeichnung erhielt Josephine Arndt. Ihr gelang das Spiel mit Worten sowie eine eindrucksvolle Analysefähigkeit. Ihre Leistung wurde mit dem Preis des Vereins für Deutsche Sprache honoriert.

Neben den allgemeinen schulischen Leistungen darf die soziale Komponente nicht zurückstehen. Galt es eine Schulveranstaltung zu organisieren, wurden Brötchen oder eine helfende Hand gebraucht, so war Liv Eickhorst stets zur Stelle und half tatkräftig mit. Soziale Verantwortung war der Abiturientin kein Fremdwort, sondern sie lebte es vor. Dieses besondere Engagement im Sinne der Schulgemeinschaft bedachte die Schulleiterin ebenfalls mit einer Auszeichnung und wertschätzenden Worten.

Nach diesen Auszeichnungen ist also das Ende der „Endzeitstimmung“ gekommen. Für die Abiturientinnen und Abiturienten heißt es nun: Auf in die Welt – entdecken, staunen und sich beweisen! Jedes Ende ist eben auch ein neuer Anfang.

Autor: M. Zawadzki

 

Abitur 2026

Bild 1 von 19

Fotos: Finja Geick

Die Kommentare sind geschlossen.

zurück